Oberhessen-live.de vom 04.08.2015:

 

"DIE STÄRKSTEN KLÄNGE KAMEN VOM KLOSTERGARTEN

ALSFELD (aep). Besser hätte es ein Alsfelder Stadtfest kaum haben können als an diesem hochsommerlichen Wochenende: zwei Tage eitel Sonnenschein. Und es waren auch Tage der Musik: Von fünf Bühnen schallte es bei Tag und Nacht herunter – wobei der Klostergarten beim 37. Alsfelder Stadt- und Heimatfest das Top-Konzert bot, als „Ohrfutter“ ein großes Publikum zum Jubeln brachte. Die Altstadt war gut besucht. Einzig eines wurde etwas vermisst: tanzbare Schwofmusik.

Marktplatz, Kirchplatz, Am Kreuz, Museumshof und Klostergarten: Stadtfest-Schwärmer wechselten am Samstag vom einem musikalischen Dunstkreis zum nächsten, überall gab es Rock- und Pop-Klänge in vielen Varianten. Gegen 19 Uhr begann sich die Stadt auch langsam zu füllen. Da hatte die Momentmal-Band bei dem vom ACC organisierten Fest im Museumshof schon ordentlich Publikum vor sich, da begann Am Kreuz Tony Hudspeth mit starkem Gitarrensound, die Leute anzulocken. Bei der vom Irish Pub und Nachbarn organisierten Konzert-Veranstaltung sorgte „Paddy’s Funeral“ später mit punkigem Irish Folk und hartem Rock für starke Stimmung auf der Kreuzung.Die Gruppe „Ohrfutter“ um die Sängerin Yvonne Steinhausen (unten) sorgte für den stärksten Auftritt des Abends.

 

„Landunter“ auf dem Kirchplatz

Da meldete die TV Arena auf dem Kirchplatz bereits „landunter“: Dort war kaum noch ein Durchkommen, während DJ Manuel Spahn mit flotter Musik für Stimmung sorgte. Den Vogel aber schoss die Alsfelder Gruppe „Ohrfutter“ am Klostergarten ab. Nachdem Nachwuchsmusiker der Modern Music-School über den Nachmittag und frühen Abend sozusagen für das Warmup gesorgt hatten, hatte „Ohrfutter“ von Anfang an einen vollen Rasen, eine volle Straße vor sich.

Top-Konzert am Klostergarten

Zurecht, denn die Musik-Profis rund um Sängerin Yvonne Steinhausen boten mit Songs aus den achtziger Jahren ein Konzert vom Feinsten – auf einer vom Verein Alsfelder Rockmusiker professionell hergerichteten Bühne. Da stimmte jeder Ton, und die Band riss das Publikum zu immer lauterem Beifall mit. Waren es 300 oder 400 Köpfe am Klostergarten? Das Gelände war jedenfalls gut gefüllt. Auf dem Höhepunkt des Auftritts wagte das Quintett sich an einen Song, mit dem man entweder noch den letzten Zuhörer vom Hocker reißt oder sich als anmaßend blamiert: Bohemian Rhapsody von Queen – mit Sören Flimm in der Rolle des Freddy Mercury am Keyboard. Erst ergriffene Stille auf dem Rasen – und dann tosender Beifall. „Ohrfutter“ spielte das Stück so gekonnt, dass man mit geschlossenen Augen an eine Wiederauferstehung der alten Band „Queen“ glauben mochte." (Quelle: www.oberhessen-live.de)